Das vorbildliche Engagement der SV-BKDin

„Wir können etwas bewegen“

Die Schüler:innenvertretung des Berufskollegs Dinslaken engagiert sich unermüdlich für Toleranz, Gleichberechtigung und ein respektvolles Miteinander

Von Gabriele Fengels
presse@bkdin.de

Mit überaus großem Engagement und immer wieder neuen Ideen bereichert die SV des Berufskollegs Dinslaken das aktuelle Schuljahr. Zahlreiche Projekte und Aktionen zeigen, wie vielseitig und wirkungsvoll die Arbeit der Schüler:innen ist – sowohl innerhalb der Schule als auch darüber hinaus.

Für das SV-Team, bestehend aus Yad Aziz, Linnéa Balsam, Naz Bayraktar, Hijrah Catal, Sarah Forster und Mia Oprzondek, ist dieses Engagement eng mit persönlichen Erfahrungen verbunden: „In den letzten zwei Jahren konnten wir beobachten, wie engagiert sich die SV für die Schüler:innen einsetzt. Da wurde uns schnell klar, dass wir selbst aktiv werden und noch mehr bewirken möchten.“ Inzwischen motiviert der direkte Austausch mit der Schülerschaft immer wieder aufs Neue: „Wir freuen uns jedes Mal, wenn jemand auf uns zukommt, uns Probleme und Anliegen anvertraut und wir dabei helfen können, Dinge umzusetzen.“ Ziel der SV ist es, Engagement sichtbar zu machen und andere zu ermutigen, selbst aktiv zu werden. „Wir möchten zeigen, dass jeder Einzelne etwas bewegen kann. Schon kleine Aktionen können einen großen Unterschied machen“, betont Sarah. Dabei wird die Vielfalt innerhalb des Teams bewusst als Stärke genutzt: „Wir haben unterschiedliche Meinungen und Perspektiven – und genau daraus entstehen kreative Ideen und erfolgreiche Projekte.“

Ein Blick auf die zahlreichen Aktivitäten des laufenden Schuljahres verdeutlicht diese offene und konstruktive Haltung. Im gesellschaftlichen Bereich setzte die SV mit einer Demonstration gegen Rassismus sowie Aktionen wie dem „Orange Day“ und „One Billion Rising“ wichtige Zeichen für Toleranz, Gleichberechtigung und ein respektvolles Miteinander. Auch im sozialen Bereich war die SV unermüdlich aktiv. Zu den Höhepunkten zählten die Weihnachtsaktionen. Das Team sammelte Geschenke für Waisenkinder und übergab diese sogar persönlich: „Der Moment, in dem wir die Geschenke überreichen durften und das Strahlen in den Augen der Kinder gesehen haben, war sehr berührend“. Eine Fahrt nach Essen war der Höhepunkt einer Teilnahme am beliebten „WDR Weihnachtswunder“, für das unter anderem ein Nikolausverkauf organisiert wurde. Mit der Valentinstagsaktion „Eine Rose – ein Lächeln“ setzte die SV im Februar ein Zeichen der Mitmenschlichkeit und sammelte Spenden für die Dinslakener Tafel. Neben sozialen und gesellschaftlichen Projekten setzte die SV darüber hinaus eindrucksvolle kulturelle Impulse. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Manni Hallen wurde die Leopold-Strauss-Erinnerungssäule im Eingangsbereich des Schulgebäudes künstlerisch restauriert und weiter ausgestaltet. Natürlich hinterließ dabei die intensive Auseinandersetzung mit der Schulgeschichte einen bleibenden Eindruck. „Es macht nachdenklich zu wissen, dass es an unserer Schule einmal Ausgrenzung und Gewalt gab – allein aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft“, sagt Sarah mit Blick auf die Leidensgeschichte des ehemaligen Lehrers Leopold Strauss, der 1938 von SA-Männern und Schülern der damaligen Berufsschule misshandelt wurde. „Darum ist es so ungeheuer wichtig, sich heute aktiv für Toleranz und ein gemeinsames Miteinander einzusetzen.“ Auch über die Schule und den Ortsteil hinaus engagiert sich die Schüler:innenvertretung: Die Teilnahme an einer Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) ermöglichte es, die Interessen der Schülerschaft auf kommunaler Ebene zu vertreten.

„Unsere Schule bietet nicht nur eine gute Ausbildung, sondern auch viele Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.“ SV-Kernteam

Warum macht es Spaß, sich für diese Schule zu engagieren, was macht das Berufskolleg Dinslaken so besonders? Das SV-Team ist sich einig: „Unsere Schule bietet nicht nur eine gute Ausbildung, sondern auch viele Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.“

Die SV-Verbindungslehrer Grunden, Morell und Schneider, die die Arbeit der Schüler:innen an beiden Schulstandorten tatkräftig unterstützen, sind stolz auf das außerordentliche Engagement der SV: „Dieses Team hat es vor allem geschafft, für die selbstständige Umsetzung ihrer außerordentlich kreativen eigenen Ideen immer wieder Mitschüler:innen zu begeistern und mit ihren verschiedenen Talenten ins Boot zu holen. Respekt, Miteinander, Toleranz – das ist der Leitgedanke, die sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeit zieht. Und das ist umso bemerkenswerter für Jugendliche einer Generation, die es in unserer Gesellschaft nicht immer leicht hat.“

Eindrucksvoll, wie dieses hochengagierte SV-Team dazu beiträgt, Schule als Ort der Mitwirkung, des Engagements und der gelebten Werte zu gestalten und weiterzuentwickeln: „Gemeinsam können wir viel erreichen und das Schulklima auch in Zukunft positiv mitgestalten.“

Fen, 3/26