Europawoche vom 5. bis 9. November: Gäste

Engagierte Ehrengäste aus der Politik

Eingeladen zu den Veranstaltungen waren auch interessante Ehrengäste, die ihre Gedanken zur Europäischen Gemeinschaft äußerten, deren Motto In Vielfalt geeint – United in Diversity ist.

Europäer aus Leidenschaft

Der Ehrengast am Donnerstag, Thomas Pieperhoff, persönlicher Referent des Bürgermeisters bezeichnete sich selbst als „Europäer aus Leidenschaft“ mit europäischem Lebensgefühl. Er ist seit vielen Jahren Experte für die deutsch-französische Partnerschaft Dinslakens mit Agen und hielt eine ergreifende Rede. Er erinnerte daran, wie wichtig es ist, 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg für den Frieden einstehen, in Europa, mit Europäern Frieden schaffen. „Dank dieser Europäischen Gemeinschaft habe ich erlebt, was meine Eltern nie erleben durften, meine Großeltern nicht und meine Urgroßeltern auch nicht: Ein Leben in Frieden und Freiheit.“ Seine Botschaft: auch wenn in der EU nicht alles rund läuft, so biete sie doch die Chance in Freiheit zu reisen, die einheitliche Währung und Begegnungen, z. B. durch Praktika, einander zu verstehen, mit dem Herzen zu sprechen und Sprach- und Kulturgrenzen zu überwinden.

 

Jens Geier, Mitglied des Europaparlaments, referierte vor den Schülerinnen und Schülern über seine Erfahrungen u. a. mit Unternehmern unserer Region, die europaweit ihre Produkte verkaufen.

Mitglied des Europaparlaments als Ehrengast

Im Auftrag der EU war der Ehrengast am Freitag, Jens Geier, Mitglied des Europaparlaments, unterwegs. Bei seinem Besuch an der Konrad-Adenauer-Straße appellierte er an die Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass es viele sinnvolle einheitliche Normen in der EU gebe, die den Handel innerhalb der Gemeinschaft und den Export erleichterten. Auch die Zollfreiheit sei ein wichtiger Vorteil. Für mittelständische Unternehmen sei es ebenso wichtig, dass es keine Schwierigkeiten mit Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen gebe. Das ermögliche es vor allen Dingen jungen Unternehmen zu wachsen und Arbeitsplätze zu schaffen. „Ausgegangen von den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs schafft die EU heute Frieden und Wohlstand“. Als positives Beispiel nannte er den Duisburger Binnenhafen.

EU-Kontaktlehrerin Susanne Schoel hob hervor, dass für ein gutes Zusammenleben in Europa der Austausch über die gemeinsamen Werte wichtig ist, da sie in unsicherer Zeit Orientierung geben.

Der Schulleiter Uwe Neumann fasste in seiner Rede zu der Feier an der Konrad-Adenauer-Straße die vielen Aktivitäten an der Schule zusammen und bezog dabei auch den 9. November als Gedenktag der Reichspogromnacht mit ein: „Das Haus Europa ist ein Freiheitsgewinn. Diese Idee befördert auch an unserer Schule viele Projekte, die das Miteinander der Nationen und Religionen stärken und zum Hinschauen und Handeln gegen Antisemitismus anregen.“

Von Norbert Beck (EU-Kontaktlehrer)