Mehr als ChatGPT – Praxisorientierter KI-Workshop der Stadtwerke Dinslaken begeistert angehende IT-Fachleute
Von Gabriele Fengels
presse@bkdin.de
Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen. Sie empfiehlt Musik und Filme, filtert Spam-Nachrichten, berechnet Routen oder beantwortet Fragen in Chatbots. Doch wie entstehen diese Antworten? Wo liegen die Möglichkeiten der Technologie – und wo ihre Grenzen? Antworten auf diese Fragen erhielten Schülerinnen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule für Informations- und Kommunikationstechnik in einem mehrtägigen Workshop, den das IT-Team der Stadtwerke Dinslaken auf Einladung von Bildungsgangleiterin Kerstin Xhebexhia gestaltete.
Mit Fachkompetenz, Erfahrung, Humor und zahlreichen Praxisbeispielen führten Lena Schaare, IT-Projektmanagerin, Sebastian Mertens, Anwendungsentwickler, und Benjamin Wiehn, Abteilungsleiter IT, durch die faszinierende Welt der Künstlichen Intelligenz.
Im Mittelpunkt des Workshops stand vor allem die Frage, wie Künstliche Intelligenz lernt. Anschaulich erläuterten die Referierenden die Unterschiede zwischen Machine Learning, Deep Learning und generativer KI und zeigten anhand der Entwicklung von den ersten KI-Konzepten bis hin zu modernen Sprachmodellen, wie rasant dieses Technologiefeld in den vergangenen Jahrzehnten an Fahrt aufgenommen und sich verbessert hat. Besonders beeindruckte das Beispiel von AlphaGo Zero, das nicht vom Menschen, sondern ausschließlich auf Grundlage von Regeln gelernt hat und eindrucksvoll verdeutlicht, dass KI heute bereits in der Lage ist, eigenständig neue Lösungswege zu finden.
Intensiv beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit den Grenzen der Technologie. Warum liefert eine Suchmaschine andere Ergebnisse als ein Chatbot? Weshalb klingen KI-generierte Antworten so überzeugend, obwohl sie zuweilen fehlerhaft sind? An zahlreichen Beispielen wurde deutlich, wie wichtig es ist, Informationen kritisch zu hinterfragen, Quellen zu prüfen und Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen.
Besonders anschaulich wurde es, als die Teilnehmenden selbst ein einfaches KI-Modell trainierten. Die praktische Übung machte nachvollziehbar, wie Maschinen Muster erkennen, Zusammenhänge lernen und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen.
Der Workshop eröffnete den Schülerinnen und Schülern zugleich Einblicke in berufliche Perspektiven der IT-Branche. Mehrere Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch über Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten bei den Stadtwerken Dinslaken zu informieren.
Die Stadtwerke Dinslaken beschäftigen rund 480 Mitarbeitende und bilden derzeit 18 Auszubildende aus, unter anderem im Beruf der Fachinformatikerin bzw. des Fachinformatikers der Fachrichtung Systemintegration. Als fünftgrößter Fernwärmeanbieter Deutschlands setzt das Unternehmen insbesondere auf den Ausbau erneuerbarer Energien, Elektromobilität, Digitalisierung und moderne Contracting-Lösungen.
Durchweg positiv fielen die Rückmeldungen zum Workshop aus. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von der Vielseitigkeit der Künstlichen Intelligenz und nahmen vor allem eines mit: KI ist ein leistungsfähiges Werkzeug – ihre Ergebnisse sollten jedoch stets kritisch geprüft und verantwortungsvoll genutzt werden.
Ein spannender Einblick also in ein Zukunftsthema, das die Lebens- und Arbeitswelt nachhaltig prägen wird.
Fen, 7/26
Informationen zu diesem Bildungsgang:
Zweijährige Berufsfachschule für Informations- und Kommunikationstechnik
Erreichbare Qualifikation: Abschluss der Berufsfachschule nach zwei Jahren führt zur Fachhochschulreife (schulischer Teil). Abschluss der Berufsfachschule und
• anschließende Ableistung eines 24-wöchigen Praktikums oder
• Nachweis einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufsausbildung oder
• Nachweis einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufstätigkeit
führt zur vollen Fachhochschulreife (Fachabitur)
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