Berufskollegschüler programmieren selbst
Digitalisierung am Arbeitsplatz. Oft sind es die kleinen Dinge, die durch eine entsprechende App nutzerfreundlich vereinfacht werden können. Das spart viel Arbeitsaufwand und Papierkram. Lena Schaare aus der IT der Stadtwerke Dinslaken stellt den Schülern eine solche im Unternehmen codierte App vor. Es ist die PowerApp zum Bestellen des Kantinenessens. Waren Anmeldung und Abrechnung der Essen früher mit personellem Aufwand verbunden, suchen sich die Mitarbeitenden des kommunalen Energieversorgers nun per Mausklick das Essen zum gewünschten Tag aus. Dann läuft alles automatisch: Die Kantine erfährt, für wie viele Besucher Lebensmittel bestellt und gekocht werden muss, die Kosten pro Mahlzeit fließen in die nächste Gehaltsabrechnung ein.
Wenn man kurzfristig verhindert sein sollte, gibt es die Möglichkeit, über die App die Portion jemand anderem zu überlassen. Und wieder geht die Abrechnung ihren digitalen Weg. Die Schüler verfolgen die Erklärung der App interessiert. Und dann dürfen sie selbst an die von der Hochschule Ruhr West für den Workshop zur Verfügung gestellten Laptops. Sie lernen, selbst eine einfache Anwendung mit PowerApps zu schreiben: das Erfassen und Speichern von Anmeldungen für eine Feier.
Reflektierter Umgang mit KI
Ein Fehler im Code? Das bereitet heute nicht mehr so viele Kopfschmerzen wie noch vor ein paar Jahren: Wofür gibt es die KI? Tatsächlich sind KI-Assistenten gerade im Bezug auf Lösungsansätze für Programmierungen sehr kompetent. Aber auch hier gilt es: Erst nachdenken, dann nutzen. Kann die KI durch den Prompt persönliche oder geschützte Daten abgreifen? Oder hat sie vielleicht selbst einen Fehler gemacht? Der reflektierte Umgang mit KI ist in Unternehmen – wie auch privat – eine unerlässliche Kernkompetenz, wenn man sich in der digitalen Welt bewegt.
Abteilungsleiter Benjamin Wiehn und IT-Mitarbeiter Sebastian Mertes gehen von Tisch zu Tisch, geben Tipps, helfen. Dann steht die Anmeldung zum Fest: In einem Sharepoint werden die eingegangenen Dateien gesammelt, die Nutzer melden sich über ein Kontaktformular an, in dem sie angeben können, ob sie mit Partner kommen oder vielleicht veganes oder glutenfreies Essen bevorzugen. Und die Nachwuchsprogrammierer können zwischen der Anmeldung und der Liste aller Teilnehmenden hin und her navigieren – auch diese Interaktion ist per Klick auf den entsprechenden Button kein Problem. Inspirierend praktisch, oder nicht?

